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Christof Hagen
FAA Flight Instructor, CFI, CFII. MEII
Cert. No. 602054488
Rossweidli 43
8045 Zürich
044 450 56 50
 
 

040 Menschliches Leistungsverm.
Schleudertrauma
(Zerrung der Halswirbelsäule)

010 Luftrecht

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040 Menschl. Leistungsverm.

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Was ist ein Schleudertrauma? (Prof. Dr. Manfred Zehetgruber)

Ein Schleudertrauma ist eine reine Weichteilverletzung an der Halswirbelsäule.

Einige Patienten klagen über dauerhafte Probleme nach einem Schleudertrauma und entwickeln ein so genanntes Schleudertrauma-Syndrom. Es ist noch unklar, ob dieser Zustand von körperlichen, seelischen und/oder sozio-kulturellen Ursachen ausgelöst wird.



Wie entsteht ein Schleudertrauma?

Das akute Schleudertrauma ist häufig Folge eines Auffahrunfalls. Dabei wirkt plötzlich eine starke Kraft auf den Nacken ein, diese führt zu einer schnellen Vor- und Rückbewegung des Kopfes mit einer entsprechenden Zerrung des Halses.

Diese Verletzung kann jedoch auch durch andere Unfälle entstehen, z.B. bei Tauchunfällen.



Welche Anzeichen treten bei einem Schleudertrauma auf?

Das häufigste Symptom sind Schmerzen im Nacken, Kopfschmerzen und Muskelsteifheit im Nackenbereich. Diese treten typischerweise nach einer kurzen beschwerdefreien Zeit auf. Normalerweise vergehen die Schmerzen und die Steifheit im Nacken nach wenigen Tagen oder Wochen.

Treten folgende Symptomen im Zusammenhang mit einem Unfall auf, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen:
- Bewusstlosigkeit
- Gedächtnisschwund
- Übelkeit und Erbrechen
- Starke Kopf- oder Nackenschmerzen
- Schmerzen in den Schultern oder Armen



Wie diagnostiziert man ein Schleudertrauma?

Die Diagnose wird nach den Beschwerden des Patienten und der Schwere des Unfallmechanismus erstellt. Eine Röntgenuntersuchung wird zum Ausschluss von Knochenbrüchen und Gelenksverletzung in der Halswirbelsäule gemacht. Weitere Untersuchungen sind in der Regel nicht erforderlich, da kein Schaden des Gehirns besteht.



Wie wird ein Schleudertrauma behandelt?

Da es sich im wesentlichen um eine Zerrung der Halsweichteile handelt, gibt es keine spezielle Behandlung eines Schleudertraumas. Die häufig verordnete Behandlung des Schleudertraumas mit einer Halskrawatte ist nach Aussage der Deutschen Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation oft überflüssig. Durch die Ruhigstellung würden die Beschwerden of noch verschlimmert. Daher sollte man möglichst schnell zu den alltäglichen Aktivitäten zurückkehren. Der Patient sollte selbst ein Trainingsprogramm mit aktiven Nackenübungen durchführen, das der Arzt oder Physiotherapeut zusammenstellt. Manchmal ist eine Behandlung mit Schmerzmitteln über kurze Zeit notwendig.



Was können Sie selbst tun?

Kühlen lindert die Schmerzen. Leichte Schmerzmittel können ebenfalls helfen. Gymnastische Übungen lockern die verspannte Muskulatur, sollten aber zumindest anfangs unter Anleitung eines Arztes oder Physiotherapeuten erfolgen.



Wie ist die Prognose für ein Schleudertrauma?

Nur wenige Patienten leiden unter Spätfolgen nach einem Schleudertrauma. Eine Studie aus der Schweiz hat erwiesen, dass lediglich drei Prozent nach zwei Jahren so große Beschwerden haben, dass ihre Berufsfähigkeit beeinträchtigt ist. Eine andere Studie zeigte, dass Personen ein Jahr nach einem Schleudertrauma die gleiche Berufstauglichkeit haben wie zuvor. Das Risiko für Spätfolgen nach einem Schleudertrauma ist also sehr gering.

Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass Nackenschmerzen ein paar Monate andauern, wie es auch bei anderen Verstauchungen oder Zerrungen vorkommt.




Quellen
Stürmer: Leitlinien Unfallchirurgie


Redaktion Dr. med. Katharina Larisch


Aktualisierung 02.03.2004

Link:
http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/schleudertrauma.htm
http://www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/schleudertrauma.htm
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