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Christof Hagen
FAA Flight Instructor, CFI, CFII. MEII
Cert. No. 602054488
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8045 Zürich
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040 Menschliches Leistungsverm.
       Osteoporose

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Die Osteoporose (v. griech. ὀστέον „Knochen“ und lat. porus „Öffnung“) ist ein übermäßiger Abbau der Knochensubstanz, der das ganze Skelett betrifft. Die Krankheit ist daher auch als Knochenschwund bekannt. Das typische Merkmal der Osteoporose ist eine Abnahme der Knochenstabilität, was zu einer erhöhten Gefahr von Knochenbrüchen führt. Zur Diagnose wird die Knochendichtemessung herangezogen. Die Heilung von Knochenbrüchen bei Osteoporose ist nicht gestört, der Zeitrahmen ist kein anderer als beim jüngeren Menschen.

Die Osteoporose ist eine zunächst unmerklich verlaufende Erkrankung, die aber im Fall von Knochenbrüchen, insbesondere bei alten Menschen, eine hohe Krankheitslast (Schmerzen, Bettlägrigkeit, manchmal dauernde Immobilisierung) bedeutet und mit jährlich etwa 2,5-3 Mrd. Euro an direkten und indirekten Krankheitskosten in Deutschland auch ein großes volkswirtschaftliches Gewicht hat. Deshalb wurde sie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf die Liste der zehn wichtigsten Erkrankungen gesetzt. Von Kritikern wird angeführt, dass die Neubewertung der Osteoporose in den letzten Jahren durch die Pharmaindustrie gesteuert sei, die einen Absatzmarkt für neue Medikamente schaffen wolle. Hierzu lässt sich anführen, dass es erst seit etwa 1985 möglich ist, die Knochendichte zuverlässig zu messen. Das Krankheitsbild kann also, bevor es zu Brüchen führt, erst seitdem erfasst werden. Die Messung der Knochendichte muss der gesetzlich Krankenversicherte selbst bezahlen, wenn sie zur Früherkennung vorgenommen wird, da sie dann keine Leistung der Kassen ist.

Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Osteoporose. Zur wesentlich häufigeren primären Osteoporose zählen die postmenopausale (oder postklimakterische) Osteoporose und die Altersosteoporose (Involutionsosteoporose).

Die sekundäre Osteoporose tritt u. a. als Folge von Stoffwechselerkrankungen oder hormonellen Störungen auf.

Man geht davon aus, dass in Deutschland etwa 30% aller Frauen nach dem Klimakterium an primärer Osteoporose erkranken. Für Männer ist ab dem 70. Lebensjahr die Altersosteoporose ebenso ein häufiges Krankheitsbild.

Knochenbrüche bei Osteoporose finden sich insbesondere an den Wirbelkörpern der Wirbelsäule, am Oberschenkelhals und am Handgelenk.

 

Ursachen

  • familiäre Veranlagung (Verwandte mit Osteoporose)
  • Mangel an Sexualhormonen (durch eine Störung des Gleichgewichts zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau kommt es zum Verlust an Knochenmasse); in diese Gruppe gehört auch die postmenopausale Osteoporose und ein Teil der Osteoporose beim Mann.
  • bösartige Erkrankungen des Knochenmarks, Plasmozytom, Morbus Kahler, die sich primär in einer rasanten Abnahme der Knochendichte niederschlagen
  • Schilddrüsenüberfunktion, übermäßige Cortison-Produktion der Nebennierenrinde (Morbus Cushing)
  • Störungen der Nebenschilddrüse Parathyreoidea
  • Ernährungsfehler, also Mangel an Calcium und Vitamin D (Calcium gibt dem Knochen seine Festigkeit und Vitamin D regelt die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung)
  • Untergewicht
  • Bewegungsmangel, da Bewegung (insbesondere mit Belastung) die Knochenmasse vermehrt
  • Tabakrauch
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • hochdosierter und regelmäßiger Gebrauch bestimmter Medikamente wie z. B. Cortison (zur Behandlung von Rheuma, Asthma oder Allergien) oder Heparin (zur Hemmung der Blutgerinnung)
  • (Alternativmediziner sehen auch in einer hypothetischen Übersäuerung des Körpers eine Ursache der Osteoporose.)
  • Phosphor wird als „Calciumdieb“ angesehen, hier kommt Coca-Cola ins Gerede.

 

Behandlungsmöglichkeiten der Osteoporose

  • körperliche Aktivität schützt vor Knochenschwund, insbesondere Krafttraining
  • ausreichendes Sonnenlicht (fördert die Vitamin-D-Produktion der Haut)
  • vermehrte Calcium-Aufnahme (etwa 1 g/Tag) (Basistherapie DVO)
  • Einnahme (Supplementierung) mit Vitamin D (Ergo- und Cholecalciferol, nicht aber Metabolite wie 1-alpha oder 1,25 Dihydroxy Vitamin D (Basistherapie DVO)

und Pharmakotherapie nach den Leitlinien der DVO:

  • Bisphosphonate (Alendronat und Risedronat)
  • Raloxifen (SERM) (nur zur Verhinderung von Wirbelkörperfrakturen)

oder

  • Parathormon (Teriparatid = Parathormonanalogon,für Spezialindikationen)
  • Strontium (Zulassung von Protelos® seit 2004; die Knochendichtemessungen werden durch die Einlagerung von Strontium verfälscht, was an der LWS (nicht aber am prox. Femur) durch Anwendung eines Umrechnungsfaktors kompensiert zum Teil werden kann)

auch in Verwendung, jedoch nicht empfohlen:

  • Calcitonin, kaum noch verwendet, der Nutzen ist schlecht belegt
  • STH (Wachstumshormon), kein Nutzen belegt; evtl. problematische Nebenwirkungen.
  • Fluoride (veraltet; entwickelt harte, aber spröde Knochen, die Stabilität wird nicht besser)
  • Östrogene werden seit der Kritik an der Hormonersatztherapie nur eingeschränkt für diese Indikation verwendet.
  • Vitamin D Metabolite wie 1-alpha oder 1,25 Dihydroxy Vitamin D (Nutzen bei postmenopausaler Osteoporosis nicht eindeutig belegt, teuer, problematische Nebenwirkungen; 1,25 vitamin D (Calcitriol) ist wirksam und indiziert bei bestimmten Knochenerkrankugen im Rahmen fortgeschrittener Nierenerkrankungen).

Komplementärmedizin:

  • Einnahme von Basensalzmischungen (Übersäuerung des Körpers führt zu verstärktem Knochenschwund, da Calciumsalze als Puffersubstanzen Verwendung finden.)
  • Magnetfeldtherapie: pulsierende elektromagnetische Felder sollen den Knochenaufbau stimulieren. Eine wissenschaftliche Bestätigung hierfür gibt es nicht.

(Information aus wikipedia.org)

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